Cuy - Riesenmeerschweinchen
 

Hagried
Cuy -E.Crested
Creme-weiß
Geboren 2003
Wiegt 2kg

Snape
E.Crested
schildpatt weiß
Geboren 2003
Wiegt 1,3 kg

Die beiden wurden bei mir Abgegeben und stammen aus einer Zoohandlung!
Und waren eigentlich als ganz normale schmuse Schweinchen fürs Kinderzimmer gedacht. Wozu ein Cuy überhaupt nicht geeignet ist!!!
Aufgrund dessen habe ich auch diese Seite gemacht, da die alten Besitzer einfach nicht klar kamen mit den beiden sind sie zu mir gekommen. Wo bei die Besitzer überhaupt nicht wussten das sie überhaupt ein Cuy hatten sie dachten das es einfach zu fett gefüttert wurde. Nun leben die beide bei mir in Weibergruppen als Kastraten.
Und Hagried ist schon richtig zutraulich geworden, Snape sucht noch einen neuen Wirkungskreis wo er richtig verwöhnt wird.
So und nun alles wichtige über Cuy da sie ja mittlerweile schon in Zoohandlungen als ganz normale Meerschweinchen verkauft werden!!

Es gibt sie tatsächlich - die Riesenmeerschweinchen!
In Südamerika dem Ursprungsland aller Meerschweinchen legt man viel Wert auf die Größe, Robustheit und Qualität als Fleischlieferant. Genauso beliebt sind die Cuys in Peru, Bolivien und Ecuador. So entstanden dort zahlreiche große Rassen, welche man dort wie hier unter der Bezeichnung "Cuy" kennt.
Den Namen "Cuy" erhielten die Nager von den indianischen Ureinwohnern Südamerikas. Abgeleitet wurde der Name wahrscheinlich vom typischen quiekenden laut den die Tiere von sich geben übersetzt bedeutet Cuy ganz einfach "Meerschweinchen". 
Hier in Deutschland wurde der Name für die Großen Rassen übernommen.
Cuy ist der Überbegriff für die vielen verschiedenen Fleischrasen, die alle einen eigenen Namen haben, wie z.B. "Cobayos", welche zu den größten Rassen unter den Cuy Zählen. Mit einer Länge von rund 50 cm und einem gewicht bis zu 4 kg.

 

Habt Ihr euch schon mal gefragt warum die meisten Cuys helles Fell (weiß, creme, u.s.w.) haben und überhaupt keine dunklen haut Felder haben?
Das läst sich ganz leicht erklären, da sie in Südamerika als Fleischlieferanten dienen, werden sie überwiegend in helle Farben gezüchtet da eine dunkle pikmentierung der haut bei Tisch nicht gut aussieht.
Dunkle Tiere (schwarz, goldagoutie u.s.w) werden für rituelle zwecke genutzt.

 

Auch bei den Cuy gibt es verschiedene Fellstrukturen wie Glatthaar, Schopf, Rex und Rosetten, auch die ersten Langhaarrassen habe ich im Internet gefunden.
Aber da gibt es noch mehr Besonderheiten, da wäre die so genannte Polydaktylle (Vielzehigkeit), die kein Rassemerkmal ist, sondern es handelt sich um einen Erbfehler! Der bei vielen Riesenmeerschweinchen mehr oder weniger vorhanden sein kann, aber mittlerweile auch immer seltener wird, die Lebensqualität der Tiere auch nicht eingeschränkt.

 

Bereits als Baby unterscheiden sich die Cuy von den europäischen Rassemeerschweinchen durch ihren auffallend knochigen, groben Schädel und die mächtigen Füße. Oft haben sie auch einen verlängerten Schwanz Knochen.
Was aber dem leihen nicht unbedingt auffällt wenn ein Cuy zischen anderen Meerschweinchen sitzen die da noch die gleich Größe haben.
Im Alter von 4 Monaten bringen Cuys bereits ein gewicht von ca. 1kg auf die wage, welches im vergleich zu den Rassemeerscheinchen das Endgewicht ist. Ein ausgewachsener Cuy wiegt zwischen 1,5 - 3 kg auf die wage.

 

In Südamerika werden die Cuys nicht nur in den Hütten der Indios gehalten, sondern auch in riesigen Zuchtfarmen gezüchtet. Die Hallen beherbergen oft viele tausend Cuys. Die Tiere leben dort in großen Gitterboxen (ca.2mx2m) oft auch auf Gitterböden, wobei diese aber mit Zuckerrohr, Maisblätter, u.s.w. bedeckt sind, so das sich keines der Cuys verletzen kann. In den boxen stehen dann noch Gitterkörbe, die als Rückzugsmöglichkeit für die Jungtiere dienen.
Hier sollten die Cuys möglichst viel Platz haben sie brauchen einen
mindesten 120 x 60 cm großen Käfig da sie ja wesentlich größer sind als ihre Artgenossen, deswegen desto mehr platz die haben desto besser.

 

Cuys sind sehr scheu selbst die in Europa gezüchteten Jungtiere sind noch scheu, zwar zeigen sie das sie den Menschen schon ehr zugetan sind als die Eltern, dennoch sind sie deutlich ängstlicher als unsere Rassemeerscheinchen oder Hausmeerschweinchen. Cuys schließen sich nur einen oder zwei Personen an, sie werden zutraulich aber mögen es nicht ständig durch die Gegend geschleppt zu werden, wie ihre Artgenossen. fremden gegenüber bleiben sie aber scheu.

 

Wer also ein Schmusetier will sollte sich die Anschaffung eines Cuys gründlich überlegen. Keinesfalls sind diese Tiere, durch ihre Wildheit und Schnelligkeit für Kinder geeignet.
Auch bei der Fütterung dieser Tiere gelten andere Maßstäbe wie bei unseren Meerschweinchen. So sind energiereiche Futtermischungen nur in maßen zu füttern, besser ist die Cuys nur mit Heu und Saftfutter zu ernähren, wachsen tun diese fast eh von alleine. Werden die Cuys zu fett, drohen herz und Kreislaufsystem schlapp zu machen.... also , im Falle der Cuys ist "weniger oft mehr.

   
In der Zucht unterscheidet sich auch ein Cuys von unseren Rassemeerschweinchen. So sollten normale Meerschweinchen frühestens mit 6 Monate (600g) verpaart werden, so wäre dieser Zeitpunkt für Cuy Weibchen schon zu spät. In diesem alter wiegt ein Cuy schon 1 kg und mehr und nimmt entweder nicht mehr auf oder bekommt eine Trächtigkeit Toxikose wie bei unseren normalen MS. Das Cuy Weibchen wird mit 3-4 Monaten zum Bock gesetzt, da sie sehr gut auch schon in der Lage sind eine Geburt mit 6 Monate durchzustehen.
Da Weibchen bei den Cuys kleiner sind als die Böcke neigen sie aber dennoch dazu, besonders schnell fett anzusetzen dadurch kann man auch lange Zuchtpausen machen da es unklug wehre. Übrigens  die Babys entwickeln sich ganz normal wenn sie in der Woche ca. 100g an gewicht zunehmen, selbst bei großen Würfen.
 
Schwierig gestaltet sich oft die Vergesellschaftung mit normalen Meerschweinchen. Cuyweibchen können unter umständen furchtbar zickig sein und beginnen sobald sie ihre körperliche Überlegenheit spitz bekommen haben, sich in der Rangordnung ganz nach oben zu beißen was zu bösen Verletzungen führen kann.!
Bei einem Cuypaar sollte man unter umständen auch kein 2 Weibchen  später hinzusetzen, da das erste Weibchen darüber nicht erfreit sein kann und seinen Platz verteidigt.
Sollte eine Weibchen in einer Gruppe sitzen und junge bekommen sollte man sie vorher rausnehmen, nicht das das nicht tragende Weibchen nach der Geburt ihren Frust an die jungen auslassen kann was durchaus bei Cuy vorkommen kann.
Cuy Bocke sind übrigens sehr sensibel Tiere die würde ohne Probleme in eine gemischte Gruppe als Kastrat mitlaufen lassen sie sind sehr rücksichts voll gegenüber den Weibchen und versuchen auch nicht auszureiten wenn das Weibchen nicht will.
 
Zu Beginn der Haltung und Zucht von Cuys in Deutschland wurde davon ausgegangen, dass diese extrem großen Tiere auch viel Platz benötigen....Heute weiß man, dass ein zu großes Platzangebot die Tiere unnötig unter Stress setzen kann.. Da die Cuys selten richtig zahm werden, gibt es jedes Mal, wenn die Tiere aus ihren Boxen genommen werden sollen eine wilde Jagd. Am besten verkleinert man das Gehege immer mehr beim herausnehmen so braucht man sie nicht durch das Gehege zu jagen und es ist dann auch kein Stress für das Schwein. Wenn man das nicht macht hat man ganz schnell die wieder die Sache mit den Panikattacken und dem extrem ausgebildeten Fluchtinstinkt und man beginnt wieder von vorne da vertrauen des Tieres zu gewinnen..

Wollt Ihr die Tiere hochnehmen, dann fasst sie nach Möglichkeit nicht von oben an; auf diese Situation ergreifen viele Meerschweinchen (auch unsere Normalen) die Flucht, da natürliche "Fressfeinde" (Raubvögel) der Meerschweinchen auch von oben angreifen; sondern versucht sie von vorne hochzunehmen und möglichst ruhig dabei bleiben denn wenn man einmal vertrauen hat dann kann man es so vorsichtig streicheln und dann dabei rausnehmen, zumindest mache ich das so bei unserem Cuy.

Wie schon erwähnt werden die Cuys in Ihrer Heimat zum Verzehr gezüchtet, das legt die Vermutung nahe, dass diese Tiere gar nicht auf Langstreckenläufe ausgerichtet sind. Schließlich steht das Gewicht in keinem Verhältnis zum Körperbau...
Auch die leider noch recht niedrige Lebenserwartung (in Deutschland wurde kaum ein Tier älter als zwei Jahre) lässt vermuten das Herz und Kreislauf dieser Tiere stark belastet werden.
 
Von daher hoffe ich das die Vielen Cuy Züchter die es mittlerweile in Deutschland gibt mit Ihrer Verantwortung zu den Schweinchen gut umgehen.
Und ich hoffe das ich nie wieder hören muss oder sogar eins bekomme was aus einer Zoohandlung kommt, den dort haben diese Tiere überhaupt nichts zu suchen.
Auch hoffe ich das sie die neuen Besitzer gut aufklären über die Haltung die dieser Tiere, da sie nun wirklich nichts in einem Kinderzimmer zu suchen haben.

Zum guten Schluss hoffe ich das es nicht so vielen Cuys so ergeht wie Hagrit der in einer Zoohandlung verkauft wurde und in einem Kinderzimmer landete, womit die neuen Besitzer nach einem Jahr auch einfach überfordert waren, geschweige den das er das Kind dann auch noch gebissen hat weil es keine Lust hatte geschmust zu werden. Mittlerweile lebt er bei mir als Kastrat in einer großen Weibergruppe mit noch einem Kastrad und er hat richtig viel vertrauen zu mir bekommen so das wir ihn beim reinigen des Käfigs auch nicht jagen müssen sondern einfach rausholen können.
Leider muss ich jetzt auch schreiben das Hagrid am 9. Juni 2004 schon verstorben ist.
 

Bigfood

Biglady

   

Hier könnt ihr mein letztes Verrücktes Cuy Pärchen sehen. Der Bock (Kastrad) total lieb schüchtern und sensibel und läst alles mit sich machen. Na ja und das Weibchen seht selber legt sich auf sein Gesicht mit dem Hintern oder setzt sich auf seinen rücken.